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Yuki Eiri





Daten

Richtiger Name: Eiri Uesugi
Künstlername: Eiri Yuki
Alter: 22
Größe: 1, 86 m
Haare: Blond
Augen: Grün-goldfarben
Geburtstag: 23. 02
Sternzeichen: Fische
Blutgruppe: AB
Geburtsort: Kyoto, Japan
Tätigkeit: Schriftsteller
Hobbys: Schreiben, rauchen, kochen, andere mit zynischen Bemerkungen fertig zu machen
Familie: Vater, ältere Schwester (Mika Seguchi), jüngerer Bruder (Tatsuha Uesugi)
Lieblingsessen: Sahnetorte
Zigarettenmarke: Alpha Mentol Light
Besondere Merkmale: Er trägt einen kleinen, golden Ring im rechen Ohr und beim schreiben trägt er meistens eine Lesebrille. Außerdem ist er ein absoluter Kettenraucher (er ist immer dabei eine zu rauchen, sich grade eine anzustecken oder hat eine noch unangezündete Zigarette zwischen den Lippen hängen *g*).



Persönlichkeit

Yuki ist ein unglaublich vielschichtiger und zum Teil auch mysteriöser Charakter, der kaum jemanden kalt lässt. Die meisten Menschen in seiner Umgebung scheinen ihn entweder zu hassen (so wie Taki Aizawa) oder ihn abgöttisch zu lieben (wie Shuichi oder Tohma).
Der erste Eindruck, den man von ihm bekommt, ist tatsächlich alles andere als positiv.
Yuki ist ein arrogantes Arschloch (und das ist noch vorsichtig ausgedrückt), der andere mit seinen sarkastischen Kommentaren permanent vor den Kopf stößt und beleidigt. Schon bei seinem allerersten Auftritt in der Serie hat er nichts anderes zu tun, als Shuichis Songtext, den er zufällig findet, vernichtend niederzumachen und ihm dabei absolut „Null Talent“ zu bescheinigen (und diesen dann völlig am Boden zerstört zurückzulassen). Er ist ein arroganter, zynischer Mistkerl, der keinerlei Probleme hat seine Schwester eiskalt stehen zu lassen, wenn sie ihn nervt oder Shuichis Schwärmerei für sich auszunutzen nur um ihn ins Bett zu bekommen.



Aufgrund seines guten Aussehens und seines Erfolges als Schriftsteller liegen ihm die Frauen praktisch zu Füssen, was er auch weidlich ausnutzt, in dem er sie gleich reihenweise flach legt und meistens mehrere Affären gleichzeitig am laufen hat. Obwohl er auf den meisten seiner Mitmenschen herumtrampelt und sie permanent fertig macht, wird er trotzdem von all seinen Fans umschwärmt und angehimmelt, was man sich eigentlich nur noch mit seinem sexy Äußeren und seinem Charisma erklären kann. Jedes Bücherbegeisterte (oder auch nicht so Bücherbegeisterte *g*) Schulmädchen Japans kennt und vergöttert ihn – im Manga gibt es mehrere schöne Szenen, in denen Shuichi sich mit der leidenschaftlichen Schwärmerei seiner Schwester und seiner Mutter für Yuki Eiri herumschlagen muss.
Und Yuki wäre nicht Yuki, wenn er nicht jede sich bietende Gelegenheit für einen schnellen Flirt oder eine Affäre nutzen würde. (Auffällig ist dabei, dass in der Serie immer nur von Frauen die Rede ist und auch seine erste Reaktion auf Shuichis planlos-chaotischen Annäherungen spricht eher dafür, dass Affären mit Männern nicht grade Alltag für ihn sind ...
(Originalzitat Yuki „War das etwa grade eine Liebeserklärung? Tut mir leid, aber auf so was steh ich nicht! Such dir einen Anderen, du Perverser!
Ihm scheint nichts und niemand wichtig zu sein, einfach aus dem Grund, dass er nichts nah genug an sich heran lässt um es ernst nehmen zu müssen.



Aber das selbstbewusste, coole Äußere des prominenten Schriftstellers ist nichts als Fassade, und diese Fassade bröckelt …
Mika, seine große Schwester, ist die erste, die für Shuichi knallhart auf den Punkt bringt, was dieser ohnehin schon zu vermuten scheint - indem sie ihm klar macht „Der Eiri Yuki, den du kennst … ist nicht echt!“

In Wirklichkeit sind der ganze Sarkasmus und seine abweisende Art nur ein Schutzwall hinter der sich ein wesentlich verletzlicherer und schutzloserer Eiri verbirgt. Er lässt niemanden an sich heran, sondern hält sogar Menschen, die ihn aufrichtig gerne haben, wie seine Geschwister oder Tohma mit seiner unterkühlten, zynischen Art auf Distanz. Es ist schließlich Shuichi, der ihm mit seiner kompromisslosen und offenen Art dafür sorgt, dass seine Maske immer mehr Risse bekommt und schließlich Yukis wahre Verletzlichkeit gnadenlos preisgibt.



Es gibt von Anfang kleine Momente, in denen man zu ahnen beginnt, dass da noch viel mehr hinter seiner zynischen und abweisenden Art steckt - wie zum Beispiel eine Szene in Band drei, wo er sich nach einem Streit mit Shuichi selbst eingesteht, dass er es mit voller Absicht darauf anlegt falsch verstanden zu werden – weil es die Dinge vereinfacht und weil er einfach nicht mehr anders kann. Er gibt Shuichi permanent das Gefühl, dass er sauer auf ihn ist, dass er ein kleiner, dummer Idiot ist und dass er ihn so schnell wie möglich aus seinem Leben haben möchte. Aber in unglaublich vielen Szenen kann man erkennen, dass er das nicht so meint – sondern im Gegenteil, Shuichi nur vor sich selbst schützen möchte. Er sagt es sogar wortwörtlich zu Sakano, Shuichis Manager, als dieser ihn bittet sich wieder mit Shuichi zu vertragen. „Glauben sie mir … er ist besser dran ohne mich!
Und doch ist es Shuichi – ausgerechnet Shuichi, welcher in den meisten Lebenssituationen nichts als ein kleiner Idiot ist – der intuitiv erkennt, dass etwas nicht stimmt, ganz und gar nicht stimmt mit Yuki, und das in einer der schönsten Szenen des Mangas auf den Punkt bringt.

Aber warum dann? Warum willst du nicht mehr mit mir zusammen sein? Und warum siehst du so traurig aus? Das würde ich dich zu gerne fragen … aber ich bringe den Mut nicht auf …

Genau bis dahin reicht die Charakterisierung, die der Anime von ihm liefert und genau diese wird ihm, meiner Meinung nach, eigentlich nicht gerecht. Ja, er ist zerbrechlich und sensibel und empfindlich … Aber trotz alledem ist Yuki kein schwacher, hilfloser Charakter.



Obwohl er oft so gleichgültig und unterkühlt wirkt, ist er tatsächlich sehr leicht aus der Ruhe zu bringen und aufzuregen. Er kann er sehr ungeduldig und gereizt sein und auch ziemlich aufbrausend, wenn ihm mal jemand blöde kommt oder ihn etwas stresst. Er hasst nichts mehr, als wenn andere ihn permanent mit irgendwas belästigen - und da Shuichi das eigentlich andauernd tut, kassiert dieser in einer Tour Anschisse von Yuki. Wenn man seine Grundstimmung in wenigen Worten treffend beschreiben sollte, wäre das vermutlich dauerhaft genervt und angepisst. (Wobei dieser ganz bestimmte, absolut genervte Gesichtsaudruck, den er praktisch in jedem zweiten Panel zeigt, jedes Mal absolut göttlich aussieht. *gg*)
Auf der anderen Seite hat er selbst einen Hang dazu andere zu reizen und mit seinem Sarkasmus und seinen zynischen und unverschämten Sprüchen zur Weißglut zu bringen.



Er hat ein unnachahmliches Talent dafür andere gnadenlos zum Ausrasten zu bringen (besonders Mika oder Shuichi) während er jedes Mal absolut gelassen daneben sitzt und sie mit seinen Kommentaren genüsslich in den Wahnsinn zu treiben. Je mehr andere sich aufregen, desto cooler und spöttischer wird er und desto eher scheint er das Bedürfnis zu haben sie an die Decke gehen zu lassen.



Menschen wie Tatsuha, die mit eben so sarkastischen Sprüchen kontern können oder wie Tohma, die nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen sind, haben prinzipiell bessere Karten bei ihm. Im Gegenteil – grade letzterer kann Yuki ziemlich oft selbst aus dem Konzept bringen – denn Tohma ist einer der coolsten Menschen, die es gibt.

Er hat einen sehr trockenen und sarkastischen Humor (den ich persönlich sehr mag *g*) und scheint deshalb einer der wenigen zu sein, die das wandelnde Chaosbündel Shuichi dauerhaft um sich ertragen können. Es nimmt einige Dinge mit erstaunlich viel Humor, bei denen andere sich schon längst aus dem Fenster gestürzt hätten. (Mit Shuichi zusammenzuleben, kann einen wirklich an die Grenzen seiner Belastbarkeit bringen.) Eine Szene im Manga, die Yukis Humor und Gelassenheit sehr schön zeigt, ist natürlich dass absolut missglückte Date, dass er mit Shuichi hat. Es beginnt schon damit, dass Shuichi darauf besteht, dass er sich erst als Frau und dann als ausländischer Tourist verkleidet (*weglol*), damit sie nicht erkannt werden. Und Yuki macht das tatsächlich klaglos mit – denn, wie er gegenüber dem fassungslosen Hiro spöttisch bemerkt hat er Shuichi schließlich versprochen einen Tag lang alles zu tun, was dieser will und „Erwachsene sind oft gar nicht so gemein und verlogen wie du denkst ... Hiro.



Es gibt dutzende Szenen, in denen man feststellen kann, dass Yuki das wandelnde und unkontrollierbare Chaos namens Shuichi mit einigem an Fassung trägt. Und nicht nur erträgt, sondern entgegen dem was alle denken auch noch in gewisser Weise mag und einfach braucht. Oder wie Yuki selbst es formuliert „Wenn ich mit dir zusammen bin, bleibt mein Gehirn wenigstens in Bewegung. Dann spaltet sich zwar meine Persönlichkeit und ich spucke Blut und drehe fast durch – aber wenn ich gehe … falle ich vermutlich vollständig auseinander.
Und genau deshalb entpuppt er sich oft als viel stärkerer und belastbarer Charakter, als ihm viele zutrauen.

Nebenbei hat er noch weitere ganz und gar nicht tragische Seiten an sich. Zum Beispiel ist er manchmal absolut … *hust* notgeil und scheint eine ziemlich ausgeprägte Libido zu haben. Es sind meistens Augenblicke, in denen Shuichi ihn entweder wütend macht (meistens weil er zu sehr an seiner Maske zerrt und zu viele unangenehme Fragen stellt) oder in denen Shuichi etwas überraschend Intelligentes und Tiefsinniges von sich gibt (was echt selten ist *hust*). Beides scheint Yuki ziemlich in Wallung zu bringen und sie landen im Bett. Obwohl Shuichi selbst ihn ein paar Mal als Sadisten bezeichnet, den es anstachelt wenn er andere wütend machen und beleidigen kann, erfährt man gleichzeitig, dass Yuki trotz allem sehr zärtlich und liebevoll im Bett ist. Mit nichts kann man Yuki allerdings mehr verärgern (oder in Verlegenheit bringen) als wenn man ihn auf seine sanften Seiten anspricht, die er ja durchaus hat. Die möchte er allerdings nicht so ganz wahrhaben und versucht sie eigentlich permanent wegzuleugnen.



Das einzige, was Yuki wirklich ernst nimmt, ist das Schreiben. (Was für jemand wie ihn, der sonst wirklich gar nichts ernst nimmt, wirklich erstaunlich ist.) Man erfährt an vielen Stellen wie viel Mühe er sich gibt um seine Bücher immer pünktlich fertig zu kriegen und wie oft er sich die Nächte um die Ohren haut nur um zu schreiben. Wenn er seine „Schreib-Flashs“ hat, erträgt er keine Menschen um sich, sondern zieht sich völlig in seine Wohnung zurück und redet tagelang mit niemandem, isst nicht, trinkt nicht, schläft nicht, sondern schreibt ununterbrochen.
Tatsächlich gibt es im Manga mehrere Stellen, wo er in Shuichis Armen vor Müdigkeit zusammenbricht, nachdem er mal wieder nächtelang durchgearbeitet hat um ein Buch fertig zu kriegen.
Leider bekommt man in der Serie nichts von ihm zu lesen (außer einem Songtext, den er in der OVA für Nittle Grasper schreibt; „Shining Collection“ aber er scheint ein absolutes Ausnahmetalent zu sein und im Manga werden einige Literaturpreise erwähnt, die er bereits gewonnen hat. An einer Stelle wird erwähnt, dass seine Bücher alle düster, tragisch und brutal sind – aber in letzter Instanz sind es dennoch Liebesgeschichten. Alleine daraus kann man erkennen, dass Liebe für ihn nur unglücklich und grausam und niemals schön sein kann.
Dieser Gedanke hinterlässt ein seltsames Gefühl, wenn man sich daran erinnert, wer es war, der ihm das Schreiben überhaupt erst nahe gebracht hat ... (s. Vergangenheit)



Obwohl er oft so fies und abweisend wirkt und andere praktisch aus Gewohnheit erstmal fertig macht, wenn sie zu ihm kommen, merkt man doch oft, dass das einfach seine Art ist und er das meistens nicht ernst meint. Komischerweise kommen nämlich sehr viele Leute zu ihm um mit ihm zu reden oder sich auszuheulen. Und wenn man bereit ist eine halbe Stunde Beleidigungen über sich ergehen zu lassen (Ein schönes Beispiel von Yukis Vorstellung von tröstenden Worten: „Stirb! Und häng deinen Job an den Nagel!“ *hüstel* XD) dann kommt irgendwann die etwas nettere Seite von Yuki zum Vorschein und er entpuppt sich als wirklich guter Gesprächspartner, der unglaublich oft genau das richtige sagen kann. Er erwähnt Shuichi gegenüber sogar ein paar Mal im Manga, dass er einfach gerne herumnörgelt, aber dieser das nicht ernst nehmen soll.
Ein paar der schönsten Szenen im Manga sind nämlich meistens die, wo Shuichi zu ihm kommt, um sich wegen irgendetwas auszuweinen. Yuki ist trotz aller Launen nämlich ein sehr guter Zuhörer und hat dabei eine sehr direkte und meistens sehr treffende Art Konflikte (meistens die, die Shuichi mit Hiro oder wegen Bad Luck hat) genau auf den Punkt zu bringen und einem damit irgendwie weiterzuhelfen.



Nebenbei sind das oft schöne Szenen, an denen man sehen kann, dass ihm Shuichi doch sehr viel bedeutet, unabhängig davon wie kalt und fies er sein kann und wie oft er ihn von sich wegstößt. Egal, wie oft er ihn wegen seinen Problemen fertig macht, aufzieht oder verspottet – im Endeffekt, gibt er sich unglaublich viel Mühe Shuichi zu helfen. Meistens sehr dezent und über tausend Umwege, so dass dieser es gar nicht richtig mitbekommt. Wie zum Beispiel als er sich mit Hiros älterem Bruder und Ayaka verbündet, nur damit Hiro wieder zu “Bad Luck“ zurückkommt, nachdem Shuichi wegen seines Austrittes aus der Band am Boden zerstört ist.

Obwohl er sich nach außen hin scheinbar nicht das Geringste für seine Mitmenschen und deren Belange zu interessieren scheint, ist er doch einer der Charaktere der Serie, die den meisten Durchblick haben, was die Zwischenmenschenschlichen Beziehungen angeht. Er hat sehr feine Antennen, was Stimmungen betrifft und entpuppt sich an vielen Stellen als äußerst aufmerksame und sensible Person, der wenig entgeht und vor der man wenig verbergen kann. So ist er zum Beispiel der Erste, der mitbekommt, dass Mika ein Kind erwartet, obwohl sie nicht das Geringste in dieser Hinsicht äußert. Außerdem ist er der Einzige, der klar erkennt, wie krank und gefährlich Tohmas Zuneigung zu ihm ist und wie psychopathisch dieser in Wirklichkeit ist – und auch was er tun muss, um Shuichi vor diesem zu schützen.



Aber Yuki hat auch eine dunkle und gewalttätige Seite an sich, die nur selten zum Vorschein kommt und die man nur nachvollziehen kann, wenn man seine Vergangenheit kennt. Eine der wenigen Szenen, wo er sie völlig unkontrolliert freilässt, ist natürlich die krasse Szene wo er Taki Aizawa und die restlichen Mitglieder von „Ask“ fertig macht, nachdem dieser für Shuichis Vergewaltigung verantwortlich ist. Taki beschreibt seinen Anblick in diesem Moment, als „… nicht der Blick eines Romanautoren … das war der Blick eines Mörders!“

Um Yuki Eiris Charakter überhaupt zu verstehen, ist es sinnvoll sich an dieser Stelle seine Vergangenheit (beziehungsweise seine frühe Kindheit) näher anzusehen, da man nur so einige seiner späteren Handlungen und Charakterzüge nachvollziehen kann.

Eiri ist der älteste Sohn der Familie Uesugi - einer, nach allem was man im Manga und im Anime erfährt, altehrwürdigen und angesehen Familie, die einen Tempel bewohnt. Sein Vater ist Priester und Oberhaupt dieses Tempels und ursprünglich sollte Eiri als späteres Familienoberhaupt die Tradition fortsetzen und in seine Fußstapfen treten. Wie wir im Manga erfahren, hat er sogar eine dementsprechende Ausbildung hinter sich. Nicht, dass er auch nur im Traum, daran denken würde …
Oder wie er selbst zu seinem Vater sagt „Ich bin nicht hier hergekommen um mein Erbe anzutreten. Schon der Gedanke, diesen Tempel zu übernehmen jagt mir Schauer über den Rücken. Und du bist daran schuld …
Allein dieser Satz verrät viel darüber wie schrecklich Yuki seine Kindheit empfunden haben muss und wie sehr er seinen Vater immer noch dafür hasst.
Laut den Aussagen seiner älteren Schwester Mika und denen von Tohma scheint er als Jugendlicher ein lieber und sehr schüchterner Junge gewesen zu sein und in den Rückblenden sieht man, dass er mit 16 noch wesentlich kindlicher und unschuldiger war als sein jüngerer Bruder Tatsuha, der im selben Alter bereits viel erwachsener und selbstbewusster wirkt.



Schon als Kind wurde er offenbar schon von allen aufgrund seiner “unjapanischen“ Haar- und Augenfarbe gequält und gehänselt und sogar seine eigenen Eltern scheinen dabei keine Ausnahme gewesen zu sein. An einer Stelle in den Büchern erwähnt Yuki sogar, dass sein Vater ihn aufgrund seines unjapanischen Äußeren immer als eine Art Japan-Hasser dargestellt hat – und zwar so lange bis er es inzwischen tatsächlich geworden ist. Die einzige Ausnahme war sein jüngerer Bruder Tatsuha, der, wie Eiri Shuichi gegenüber erwähnt, ihn nicht nur immer ganz normal behandelt sondern ihn offenbar auch immer gegenüber anderen verteidigt hat. Trotzdem muss Eiri als Kind sehr unter dieser abwehrenden und verspottenden Haltung (speziell seiner Eltern) gelitten haben, da er es seinem Vater immer noch an verschiedenen Stellen im Manga vorhält und er das offenbar immer noch nicht ganz überwunden hat.

Ein schrecklicher Vorfall der sich in seiner Jugend ereignete, ist schließlich die Ursache für ein Trauma, dass Yuki bis heute mit sich herumträgt und es ist kaum vorstellbar wie tief ihn dieser Verrat getroffen und verletzt haben muss. Jemand, der ihm sehr nahe stand und der ihm sehr viel bedeutete, hat ihn verraten und verkauft, sein Vertrauen missbraucht und ihm damit eigentlich nur bestätigt, was ihm seit seiner Kindheit eingehämmert wurde – er ist ein wertloser Mensch, der nicht geliebt werden kann. Sicher ist auf jeden Fall, dass dieser Vorfall jeden Funken, des jungen, unschuldigen Eiri Uesugi zerstört und ausgelöscht hat. Der zynische, abweisende Yuki Eiri, den wir sechs Jahre später im Manga wieder treffen hat nicht die geringste Ähnlichkeit mehr mit dem unschuldigen Jungen, der er einmal war.



Aufgrund dieses Vorfalls leidet er nicht nur unter einer gespaltenen Persönlichkeit, die beinah schizophrene Züge hat, sondern ist schlichtweg unfähig Menschen an sich heran zulassen oder anderen zu vertrauen.
Dieser Gedanke, dass niemand ihn jemals aufrichtig und um seiner selbst willen lieben kann, ist bis heute unglaublich tief verwurzelt in Eiri. An unzähligen Stellen im Manga bemerkt er spöttisch, dass die einzigen Gründe wieso sich jemand mit ihm einlässt doch nur sein gutes Aussehen, sein Geld oder seine Popularität sind. Deswegen misstraut er auch Shuichi anfangs so sehr und stößt ihn immer wieder zurück - nicht nur aus Angst, dass dieser ihm zu nahe kommen kann, sondern auch aus einer Art Test heraus, um zu sehen ob er nicht auch, wie so viele andere vor ihm weglaufen werden.
Dadurch dass Shuichi ihm seine Maske gnadenlos vom Gesicht reißt und ihn so praktisch dazu zwingt sich mit seiner Vergangenheit auseinander zu setzen, scheint er Yuki also beinah psychisch krank zu machen, da das für diesen unglaublich belastend zu sein scheint. Als er mit Tohma in New York ist es sogar so schlimm, dass er einen kurzfristigen Gedächtnisverlust erleidet und sich im Nachhinein nicht mehr daran erinnert, dass er sich für einen Nachmittag lang wieder wie als Sechzehnjähriger verhalten hat. Dabei sieht man eigentlich zum ersten Mal wie süß und unschuldig er als Jugendlicher gewesen sein muss. Er läuft lachend und Händchen haltend mit Tohma durch die Stadt und gibt ihm sogar einen Gutenachtkuss, als dieser ihn grinsend darum bittet. Ein Verhalten, dass bei dem erwachsenen Eiri Yuki absolut undenkbar wäre.



Auch seine körperliche Verfassung ist nicht sehr gut. Er scheint sich praktisch nur von Alkohol und Zigaretten zu ernähren (auch wenn er ein sehr guter Koch ist, wie wir an einigen Stellen erfahren) und fast nie zu schlafen. Einmal landet er sogar im Krankenhaus, nach dem er vor Tohmas Augen Blut spuckt und zusammenbricht.



Was ihn meiner Meinung nach endgültig zu einem der facettenreichsten und vielschichtigsten Animecharaktere macht, die ich kenne, ist allerdings die Tatsache, dass er nicht nur zynisch und aufrichtig, kalt und notgeil, stark und schwach, aufbrausend, humorvoll, grausam und zärtlich sein kann – sondern auch noch unglaublich niedlich. Auch wenn das angesichts der Sachen, die ich hier schon über ihn geschrieben habe, vermutlich seltsam klingt - Tatsache ist, dass Eiri oft einfach nur unglaublich süß ist. Zum Beispiel hat er eine absolute Schwäche für Sahnetorte und wird total willensschwach wenn man ihm diese mitbringt. Er sieht absolut süß aus, wenn er schmollt (und das tut er! XD) und ist überraschenderweise manchmal ziemlich leicht in Verlegenheit zu bringen. *g*



Obwohl er auf den ersten Blick so unterkühlt und zynisch wirkt, ist Yuki in Wirklichkeit also ein unglaublich emotionaler Charakter, der sehr leidenschaftlich, sehr wütend, sehr verzweifelt und sehr zärtlich sein kann. Er ist ein Mensch, den immer alles ein bisschen mehr berührt und bei dem Gefühle immer ein wenig tiefer und ein bisschen mehr unter die Haut gehen als bei den Anderen - und grade das macht ja letztendlich seine große Verletzlichkeit und gleichzeitig vielleicht auch die große Faszination, die er auf andere auszuüben scheint aus.



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